Angst um die Vormachtstellung. Über den gesellschaftlichen Einfluss und die Anschlussfähigkeit des Antifeminismus

Seit Mitte der 2000er Jahre sind die Beschwörungen von “Gender-Ideologie”, “Erziehung zum Einheitsmenschen” und “feministische Weltverschwörung” mindestens unter AntifeministInnen in aller Munde. Um die Gefahr des Antifeminismus als mobilisierende Bindeglied-Ideologie von konservativen, religiös-fundamentalistischen, maskulinistischen bis hin zu (extrem) rechten Bewegungen zu verdeutlichen lohnt ein Blick auf die Entstehung des Antifeminismus im Kaiserreich. Im Vortrag wird die historisch-kontinuierliche Verschränkung von Antifeminismus zu weiteren Ideologien wie Rassismus, völkischer Ideologie und insbesondere Antisemitismus in den Blick genommen und verdeutlicht, dass es notwendig ist, Antifeminismus als gefährliches Phänomen ernst zu nehmen und zu bekämpfen.

Vortrag und Diskussion mit Rebekka Blum, Soziologin und politische Bildnerin mit den Schwerpunkten Geschlechterverhältnisse und (extreme) Rechte. Aktuell forscht sie zur Geschichte des Antifeminismus. Sie engagiert sich in feministischen Zusammenhängen und in der Bildungsarbeit gegen rechts.